Permanent Make-up (PMU) erfreut sich immer größerer Beliebtheit, doch bevor die erste Nadel die Haut berührt, ist eine Einverständniserklärung unerlässlich. Sie schützt nicht nur die Kundin oder den Kunden, sondern auch die Kosmetikerin oder den Tätowierer. Doch was genau sollte in einer solchen Erklärung stehen – und warum ist es wichtig, auch die verwendeten Materialien wie Nadeln und Farben zu dokumentieren?
1. Rechtliche Absicherung für beide Seiten
Eine Einverständniserklärung ist in erster Linie ein rechtlicher Schutz. Der Kunde bestätigt damit, dass er über den Ablauf, mögliche Risiken und die Nachsorge informiert wurde. Gleichzeitig kann die PMU-Artistin nachweisen, dass sie alle notwendigen Aufklärungspflichten erfüllt hat. Sollte es später zu Komplikationen oder Unzufriedenheit kommen, gibt es eine schriftliche Grundlage, auf die sich beide Seiten berufen können.
2. Aufklärung über Risiken und Kontraindikationen
Permanent Make-up ist zwar eine kosmetische Behandlung, aber es handelt sich dennoch um einen Eingriff in die Haut. Eine Einverständniserklärung sollte daher über mögliche Risiken aufklären, darunter:
- Allergische Reaktionen auf Farbpigmente oder Betäubungsmittel
- Infektionsrisiken bei unsachgemäßer Nachsorge
- Verblassen oder Farbveränderungen durch Hautbeschaffenheit oder Sonneneinstrahlung
- Mögliche Schmerzen oder leichte Schwellungen nach der Behandlung
Außerdem sollte abgefragt werden, ob Vorerkrankungen bestehen, die gegen eine Behandlung sprechen, z. B. Blutgerinnungsstörungen, Diabetes oder eine Schwangerschaft.
3. Dokumentation der verwendeten Nadeln und Farben
Ein besonders wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Die Einverständniserklärung sollte auch genau festhalten, welche Materialien verwendet wurden. Dazu gehören:
- **Nadeltyp und -größe**: Dies beeinflusst die Tiefe der Pigmentierung und das Endergebnis.
- **Verwendete Farbpigmente**: Hersteller, Farbton und Chargennummer sollten dokumentiert werden. Dies ist wichtig, falls später eine Auffrischung oder eine Korrektur nötig wird.
- **Betäubungsmittel (falls genutzt)**: Manche Kunden reagieren empfindlich darauf, daher sollte dies ebenfalls notiert werden.
Falls der Kunde zu einem späteren Zeitpunkt eine Auffrischung bei einem anderen Studio wünscht oder eine Unverträglichkeit auftritt, sind diese Angaben Gold wert.
4. Transparenz schafft Vertrauen
Kunden fühlen sich sicherer, wenn sie genau wissen, was mit ihrer Haut passiert. Eine transparente Dokumentation zeigt Professionalität und Sorgfalt. Zudem können Missverständnisse vermieden werden, wenn die Kundin später Fragen zu ihrer Behandlung hat.
Fazit
Eine Einverständniserklärung ist weit mehr als eine reine Formalität. Sie schützt vor rechtlichen Problemen, sorgt für eine lückenlose Dokumentation und hilft, spätere Fragen oder Komplikationen zu klären. Besonders die Aufzeichnung der verwendeten Farben und Nadeln sollte nicht vernachlässigt werden – sie kann im Nachhinein entscheidend sein. Wer auf Qualität und Professionalität setzt, kommt an einer gründlichen Einverständniserklärung nicht vorbei.
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